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Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes hat am 3. Juni 2010 die Ziele der "Digitalen Agenda" erläutert, mit der der Binnenmarkt der EU an die immer weiter fortschreitende Digitalisierung von Inhalten und Dienstleistungen angepasst werden soll. |
Gerade im Vergleich zu andern Regionen in der Welt sind die nötigen Strukturen für einen digitalen Binnenmarkt noch nicht ausreichend ausgebaut. So besteht in der EU noch immer ein Flickenteppich aus nationalen Online-Märkten. Mängel der Netzinfrastruktur und Regelungsdefizite verhindern, dass europäische Unternehmen und Verbraucher die potenziellen Vorteile des digitalen Binnenmarkts voll ausschöpfen können. Solange bei grenzüberschreitenden Onlinegeschäften keine ausreichende Rechtssicherheit besteht, werden Verbraucher die angebotenen Dienstleistungen nur zögerlich annehmen.
Die Kommission plant die Probleme im Onlinegeschäft bis 2015 zu beseitigen. Ich unterstütze die Kommissarin bei der Umsetzung der folgenden Ziele:
- E-Commerce attraktiver machen: Bis 2015 sollen 50% der Bevölkerung ihre Einkäufe online erledigen (im Jahr 2008 waren es noch 32%).
- Grenzüberschreitenden E-Commerce fördern: Bis 2015 sollen 20% der Verbraucher online in anderen EU-Ländern einkaufen (zum Vergleich 2008: 7%).
- E-Commerce für Unternehmen: Bis 2015 sollen 33% der kleinen und mittleren Unternehmen ihre Produkte online anbieten oder selbst online Produkte erwerben.
- Binnenmarkt für Telekommunikationsdienstleistungen: Bis 2015 soll innerhalb der EU kein Unterschied mehr zwischen Inlands- und Auslands- (Roaming-) Tarifen bestehen.





