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Das Europäische Parlament hat sich heute für eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln im Rahmen des GDA-Systems ausgesprochen und damit gegen eine Nährwertampel. Das ist aus meiner Sicht sehr erfreulich, da ich als Mitglied des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz mich sehr intensiv für die Angabe von Nährwerten in einem aufklärenden, nicht-wertenden System eingesetzt habe. Diese Voraussetzung erfüllt das vom Europaparlament beschlossene GDA-System. |
Neben der Ablehnung der Nährwertampel war ein wesentlicher Diskussionspunkt die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln - diese wurde vom Europäischen Parlament angenommen. Hierzu kritisiert meine Kollegin Britta Reimers, agrarpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament:
„Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung stellt eine Vielzahl von verarbeitenden Betrieben vor technisch unlösbare Aufgaben und damit wirtschaftliche Schwierigkeiten. Deswegen habe ich den Bericht abgelehnt.“
„Die wirtschaftliche Realität im europäischen Binnenmarkt ist nun mal, dass Lebensmittel über Landesgrenzen hinweg produziert werden. Zum Beispiel in der Milchwirtschaft wird ein flüssiges Produkt länderübergreifend eingesammelt und verarbeitet. Hier ist die getrennte Kennzeichnung der zu verarbeitenden Chargen aus verschiedenen Ländern technisch nicht umsetzbar. Europäischen Unternehmen, die sich erfolgreich am Weltmarkt positioniert haben, werden so bürokratische Hürden in den Weg gestellt,“ kommentiert Reimers den Ausgang der Abstimmung.





